Präsentieren und Visualisieren

PowerPoint-Folien aufbereiten

Beim Verwenden fertiger Präsentationsmaterialien empfiehlt es sich, die Wahrnehmung der Teilnehmer zu führen, indem Sie beispielsweise Bullet Points in Foliensätzen animieren und nacheinander einblenden oder indem Sie den Pfeilzeiger des Webkonferenzsystems verwenden, um parallel zu Ihren Erläuterungen gezielt auf die visuellen Elemente zu zeigen. Wie auch bei Präsenzlehrveranstaltungen sollten PowerPoint-Folien sparsam beschrieben werden, während der Sprechtext in der Notizfunktion platziert wird (die Notizen können zu Dokumentationszwecken ebenfalls mit im PDF exportiert werden).

Präsentationsfolien sind barrierearm, wenn schwarze, serifenlose Schrift (z.B. Arial, Calibri) auf weißem Hintergrund verwendet wird und Blau-Grün- bzw. Rot-Grün-Kombinationen vermieden werden.

Um der kürzeren Aufmerksamkeitsspanne im virtuellen Raum gerecht zu werden, sollten Folienpräsentationen kleinteiliger gestaltet werden. Ein guter Richtwert ist, sich ca. alle fünf Minuten von der Präsentation abzuwenden und das Publikum zu beteiligen – sei es auch nur eine kleine Aktivität, indem beispielsweise aktiv Rückmeldung nach offenen Fragen über die Status-Icons eingeholt wird. Alternativ können Teilnehmer zu einem Kommentar im Chat aufgefordert oder Quiz-/Meinungsumfragen eingestreut werden.

Live-Visualisieren

Bei dieser Variante werden keine fertigen Foliensätze abgespielt, sondern die Inhalte vor den Augen der Teilnehmenden – ggf. unter deren Einbeziehung – auf den Bildschirm gebracht. Das Vorgehen ähnelt dem Tafelanschrieb oder dem Visualisieren auf dem Flipchart. Im virtuellen Seminarraum annotiert man dazu auf einer leeren Folie oder einem Whiteboard. Auch kann ein Tablet als Zeichengerät angeschlossen werden oder handschriftliches Notieren auf Papier mit einer Dokumentenkamera übertragen werden.

Beispiel für eine Zurufabfrage mit Live-Anschrieb der Beiträge durch die Dozentin

Das Live-Visualisieren stimuliert die visuelle Wahrnehmung der Teilnehmer und bindet deren Aufmerksamkeit. Dabei können Sie Studierende auffordern, auf einem Notizblock handschriftlich mitzuschreiben bzw. zu zeichnen, um aktiv dabei zu bleiben und die Inhalte besser im Gedächtnis zu verankern.

Teilnehmende können nicht nur an der inhaltlichen Auseinandersetzung sondern auch an der Erstellung der Visualisierung beteiligt werden. Dazu geben Sie den Teilnehmenden die Schreib-/Zeichenwerkzeuge des Webkonferenzsystems frei und bitten diese, ihre Grafiken oder Wortbeiträge auf der dafür vorgesehenen Zeichenfläche zu platzieren.

Weitere Inhalte teilen

Über die Funktion der Bildschirmfreigabe können weitere Ansichten mit dem Publikum geteilt werden, wie z.B. Programme, Webseiten, Videos. Demonstrationen in Software können in Echtzeit übertragen werden. Manche Webkonferenzsysteme erlauben zudem die Möglichkeit, den Teilnehmern die Fernsteuerung und damit Zugriff auf Anwendungen auf dem Dozentenrechner zu übertragen. Diese Funktionen nutzen manche Lehrende, um Eingaben in Softwareprogrammen direkt von Studierenden umsetzen zu lassen.